• Berit Bogs

Metta to go: Eine herzöffnende Praxis für unterwegs


Foto: Stefan Hertrampf

Das Wort ‚Metta‘ kommt aus der buddhistischen Meditationspraxis und beschreibt die Wärme und Fürsorge, die ein offenes Herz ausdrückt. Im Deutschen wird es meist als ‚Liebende Güte‘ übersetzt. Es ist eine Eigenschaft, die jedem Menschen von Natur aus inne wohnt, die aber oft brach liegt, weil wir unser Herz vor Verletzungen schützen möchten. Diese innere Weisheit ist wirklich anzuerkennen. Manchmal kann es aber auch heilsam sein, die inneren Mauern abzubauen, damit das Herz wieder das ausdrücken kann, nach dem es verlangt - nämlich sich mit anderen zu verbinden, zu berühren, sich berühren zu lassen und Herzenswärme in all seinen Facetten auszustrahlen.


Metta lässt sich formal als Meditationspraxis üben, aber auch wunderbar im Alltag praktizieren. Meine liebste Praxis ist ‚Metta to go‘ und ist so einfach, wie genial.



So funktioniert es:


Wünsche bei einem Spaziergang all den Menschen, denen du begegnest, im Stillen einen Metta-Satz. Das kann z.B. ein Satz sein wie:

  • Mögest du glücklich sein.

  • Mögest du gesund sein.

  • Mögest du geborgen sein.

  • Ich wünsche dir Glück.

  • Ich wünsche dir Gesundheit.

…oder einen anderen Satz, der vielleicht spontan in dir auftaucht.


Vielleicht liegt der Zauber dieser Praxis darin, dass man den Menschen, denen man begegnet, einen Moment echter Aufmerksamkeit schenken muss. Manchmal löst der eigene stille Wunsch beim Gegenüber sogar ein kleines Lächeln aus, obwohl doch gar keine Worte gewechselt wurden. Was gibt es Herzöffnenderes? 😊


Und: Diese Praxis funktioniert übrigens auch gut mit Tieren und Pflanzen, denen man intuitiv Wünsche fürs gute Gedeihen und der Fürsorge schicken kann.


Viel Freude beim Ausprobieren!