• Berit Bogs

Buch-Tipp

How Not to Be a Hot Mess: A Survival Guide for Modern Life

(von Craig & Devon Hase)

Bild von Gundula Vogel auf Pixabay

Ich hatte vor ein paar Wochen das große Glück, während eines Meditations-Retreats die amerikanische Meditationslehrerin Devon Hase kennenlernen zu dürfen und bin so auf ihr Buch ‚How Not to Be a Hot Mess: A Survival Guide for Modern Life‘ gestoßen, das sie im letzten Jahr zusammen mit ihrem Ehemann Craig Hase geschrieben hat.


Es ist bisher leider nur auf Englisch erschienen, aber ich stelle es trotzdem hier vor, weil ich es einfach großartig finde und weil es eine Brücke schlägt zwischen der Meditationspraxis auf der einen Seite und dem realen, verzwickten und verstrickten Leben auf der anderen Seite. Denn wie sie schreiben „Mindfulness alone is not enough“ für ein erfülltes Leben.


Diese Brücke schlagen Devon und Craig Hase witzig und authentisch. Ich hatte beim Lesen jedenfalls oft ein Grinsen im Gesicht und habe auch das eine oder andere Mal erleichtert aufgeseufzt. Denn natürlich sind auch Meditationslehrer nur Menschen. Ich finde es immer erfrischend, in Büchern unperfekten Menschen begegnen zu dürfen und zu erfahren, wie sie ihre Herausforderungen so meistern


Der Aufhänger des Buches sind die seit 2600 Jahren bewährten, ethischen Richtlinien des Buddhismus (man muss aber definitiv kein Buddhist sein, um Freude und Nutzen mit diesem Buch zu haben!), die sie in unser modernes Leben übertragen:


1. Meditate

2. Don’t Be a Jerk

3. Give a Little

4. Say What’s True

5. Make Sex Good

6. Stay Clear


Diese Punkte können einen wundervollen Prozess in Gang setzen: ein Leben aus dem Herzen heraus - mit der Fähigkeit, das Schöne und Gute in sich selbst und in anderen wahrzunehmen; großzügig zu sein im Geben und Wesen (mit gesunden Grenzen); klar aussprechen zu können, was man wirklich meint und will; Frieden mit dem eigenen Körper zu schließen und wirklich Freude an ihm zu finden sowie fokusiert, authentisch und bewusst durchs Leben zu gehen.


Dabei geht es nicht darum, sich schlecht zu fühlen, weil man das alles noch nicht kann und sich vielleicht das kleine, verkniffene ‚Ich‘ bemerkbar macht, das jedem innewohnt. Nein, darum geht es nicht. Es geht darum, dass so ein Wegweiser auf lange Sicht unweigerlich zu einem glücklicheren und guten Leben führen kann.


Gewürzt wird dies alles mit fundierten wissenschaftlichen Hintergründen, kleinen Meditationsvorschlägen, Episoden aus dem Leben der beiden Autoren und - wie gesagt - mit viel Augenzwinkern.


Ich liebe dieses Buch. Es liest sich spannend und ist ein kluger Kompass fürs Leben. Es bringt das Wesentliche auf den Punkt.